
So oder ähnlich könnte man die Idee der Sansibar Bikes von Harley- Davidson Hamburg Nord beschreiben. Das Hamburger Harley Team hat in den Letzten Jahren immer wieder coole Bikes auf Originalbasis umgebaut und was lag näher als sich die Sansibar als Thema vorzunehmen.
Für die Nordlichter ist die Sansibar natürlich ein Begriff und wer sich schon einmal auf der Insel Sylt rumgetrieben hat, der kommt an der Sansibar auch nicht wirklich vorbei. Die Sansibar ist der Kulttreffpunkt auf der Insel. Mitten in den Dünen gelegen treffen sich Promis der Kategorie A-F genau so wie bekannte Sportler oder Politiker, um gemeinsam zu essen, zu trinken und zu feiern. Egal ob man den Champagner mit dem Säbel öffnet, oder nur mal eine Cola oder ein Wein trinken möchte, das mach für die Crew der Kultbar keinen Unterschied.

So ähnlich könnte man auch das Konzept der ersten zwei Sansibar Bikes bezeichnen. Beide waren ursprünglich normale Crossbones, die wie bei den Hamburgern üblich, technisch seriennah, jedoch optisch völlig unterschiedlich aufgebaut werden sollten. So setzten sich die beiden Inhaber von H-D Hamburg bei einem Glas Wein in der Bar zusammen und kamen zu dem Entschluss, dass doch jeder seine Ideen in einem Projekt verwirklicht. Einig waren sich die Zwei, das es fette Hinterräder werden sollten und in den Felgen die gekreuzten Säbel, das Firmenemblem der Sansibar, eingefräst werden sollte. Dazu gehört eine passende Schwinge und natürlich müssen auch passende Bremsscheiben her. Noch in der Bar sitzend, besprachen sie die Idee mit dem Inhaber der Sansibar, der sofort sein OK für das Projekt gab. Während man eine neue Flasche Wein zum Besiegeln des Geschäftes öffnete, wurde bereits das Logo zu Ricks gemailt und ein kurzer Anruf erledigte den Rest. „Hey Rick, wir brauchen mal 2 Satz Räder. Mach mal was für einen 300er Reifen hinten, für einen 130er Reifen vorn und das ganze bitte mit dem Logo, passenden Bremsscheiben und einen Drive side Bremssystem. Lass bitte einen Satz in Schwarz- Chrom und einen Satz matt pulvern und ist nicht schlimm wenn es schnell geht“.

Eine klare Ansage und so war die Richtung der Bikes festgelegt. Die Sansibar 1 sollte ein freundliches Schwarz erhalten und mit viel Chrom und polierten Parts den edlen Champagner Part übernehmen. Mit geänderter Gabelbrücke, modifizierter Gabel, und der Ricks Schwinge wurde das Fahrwerk angepasst und optimiert. Das Hamburger Team modifizierte mit Ricks den Serientank, baute einen Satz passender Fender für vorn und hinten und veredelte das Bike mit vielen Teilen, die es zu einem Gesamtkonzept machen. Für den Sound sorgt bei beiden Bikes eine BSL Auspuffanlage, die natürlich für die Sansibar 1 in poliert und für die Sansibar 2 in schwarz geordert wurde.
Damit wären wir beim zweiten Bike, dass in den Grunddaten ähnlich aufgebaut ist, jedoch durch die Jorn Gabel, gegenüber der Springergabel, einen sportlicheren Stil erhielt. Bei diesem Bike wurde radikal alle was glänzt in Schwarz beschichtet, was dem Bike einen völlig neuen Charakter verpasste. Das Bike sollte für die Ursprünglichkeit der Insel stehen und die zweite Seite der Sansibar zeigen.

Eingebettet in Dünen und umgeben von Sand, nimmt man dort seine Drinks und so wurde für das Bike eine Sandfarbe angemischt. Nichts sollte glänzen und so wurde der auch der Lack in Matt gehalten. Er sollte nicht zu überladen wirken und so wurden für die Tanks die Sansibar Logos angefertigt und ansonsten verzichtete man auf überflüssige Schriftzüge, denn bei den Bikes ist klar zu erkennen, dass es sich um Harleys handelt.
Was sich immer so einfach anhört, ist natürlich viel Arbeit und vor allem viel Planung, damit das Konzept am Ende aufgeht, doch das Ergebnis ist immer wieder erstaunlich, wenn man bedenkt, das die Basis völlig identisch war. Nun soll eine kleine aber feine Sonderserie entstehen und vielleicht gibt es ja irgendwann einmal ein Zusammentreffen der Bikes an der Bar, an der man übrigens mit dem Bike direkt vorfahren kann.
Harley Davidson Nord GmbH
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Thunder Media Service, Frank Sander
19. Mai 2010 in Bikes, Thundernews & Stories